Siddhartha in Leipzig 2004
Bericht: 6. November 2004 aus Leipzig
Siddhartha in Leipzig – 18. Mai 2004
Wir die Klasse 8a, der Paul-Robeson-Schule/ MS Leipzig, sammeln schon seit 3 Jahren Für unser Patenkind Siddhartha.
Frau Vomhof zeigte uns Dias, Fotos und schickte uns Briefe. Sie erzählte uns bei ihren Besuchen von den Fortschritten, die Siddhartha beim Laufen macht. Wir wollten immer mehr von ihm wissen.
Als wir hörten, dass er nach Deutschland kommen würde, waren wir alle „platt“. Ein so kleiner Mann, wird auf eine so große Reise gehen und uns besuchen. Endlich können wir ihn persönlich kennen lernen. Wir waren aufgeregt. Alle sammelten Geschenke für ihn, unsere benachbarte Grundschule, unsere Schüler der Mittelschule, die Eltern und Lehrer. Oft kam die Frage:“ Wie groß ist Siddhartha?“ Man wollte ihm ja auch etwas zum Anziehen schenken.
Aus unserer Klasse wurden 2 Schüler benannt, die ihn den ganzen Tag begleiten durften. Es war eine große Ehre für mich und Johannes und wir waren stolz, dass man uns auserwählt hatte.
Als der Tag seines Kommens da war, waren wir alle so aufgeregt, dass sich keiner auf den Unterricht mehr konzentrieren konnte. Man holte uns dann endlich zur Begrüßung und wir sahen ihn zum ersten Mal live, in wahrer Gestalt. Er war kleiner als mein 4-jähriger Bruder, aber er war so aufgeweckt, und obwohl er all seine Kräfte auf die Gehilfen konzentrierte, erschien er uns unbekümmert und erwartungsfroh und ging auf uns, seine „großen“ Freunde, zu.
Frau Köllmann, Frau Kschentz und Frau Ziegner führten ihn durch unsere Schule. Seine Freude war schier grenzenlos, obwohl es bestimmt unheimlich für ihn war: ein fremdes Land, viele tausend Eindrücke, wir, seine Paten, zu sehen, wie sie leben und lernen und alles fremde Menschen.
Später fuhren Siddhartha und dessen Vater, Frau Vomhof, Frau Köllmann, Frau Wojahn, Frau Kschentz, Frau Ziegner, Johannes und ich zum Cospudner See. Er hatte noch nie in seinem Leben einen See gesehen und so war er natürlich zunächst ein wenig ängstlich beim Einsteigen ins Tretboot. Für ihn war es aufregend auf dem Wasser zu fahren, aber schon nach der ersten Runde, war seine Angst vergessen, fasste ins Wasser und bewegte sich auf dem Boot. Leider mussten wir wieder an Land. Siddhartha genoss es und wollte eigentlich weiter raus auf den See. Doch die Zeit lief uns davon und das Beste sollte ja noch kommen.
Wir fuhren mit ihm Fahrradrikscha. Siddhartha war vorn im Korb und Johannes und ich fuhren immer wieder eine andere Strecke. Mal links, dann rechts in einem Kreis herum, über Pflastersteine, dann auf der Promenade. Er fand es einfach herrlich. Als er dann auch noch die Fahrradklingel entdeckte, war kein Halten mehr. Er musste sie immer wieder betätigen. Auch als wir ihm erklärten, wozu sie dient, hat er einfach munter weiter darauf los geklingelt. Oder als Siddhartha das Lenkrad in der Hand hatte, versuchte er nach rechts zu lenken. Ohne dass er es bemerkte, halfen wir ihm heimlich beim Steuern. Er war so stolz darauf, lachte herzlich und war glücklich.
Stolz war er aber auch auf seine vielen Freunde in Deutschland. Als nun der Abschied immer näher kam, überkam uns alle eine Traurigkeit. Er konnte schon unsere Namen aussprechen. Ich glaube, dass er jedem in seiner Heimat Nepal von uns und seinen Erlebnissen erzählt hat.
Für mich persönlich war es ein tolles Erlebnis und ich bin stolz darauf, ihm zu helfen. Mit unseren Spenden wollen wir weiter dafür sorgen, dass er medizinisch betreut wird und seinen Wissensdurst in der Schule stillen kann, um weiter so unbekümmert wie nur möglich aufzuwachsen.
Friedemann Bohnau, Kl.8a
Siddhartha in Leipzig – 18. Mai 2004
Wir die Klasse 8a, der Paul-Robeson-Schule/ MS Leipzig, sammeln schon seit 3 Jahren Für unser Patenkind Siddhartha.
Frau Vomhof zeigte uns Dias, Fotos und schickte uns Briefe. Sie erzählte uns bei ihren Besuchen von den Fortschritten, die Siddhartha beim Laufen macht. Wir wollten immer mehr von ihm wissen.
Als wir hörten, dass er nach Deutschland kommen würde, waren wir alle „platt“. Ein so kleiner Mann, wird auf eine so große Reise gehen und uns besuchen. Endlich können wir ihn persönlich kennen lernen. Wir waren aufgeregt. Alle sammelten Geschenke für ihn, unsere benachbarte Grundschule, unsere Schüler der Mittelschule, die Eltern und Lehrer. Oft kam die Frage:“ Wie groß ist Siddhartha?“ Man wollte ihm ja auch etwas zum Anziehen schenken.
Aus unserer Klasse wurden 2 Schüler benannt, die ihn den ganzen Tag begleiten durften. Es war eine große Ehre für mich und Johannes und wir waren stolz, dass man uns auserwählt hatte.
Als der Tag seines Kommens da war, waren wir alle so aufgeregt, dass sich keiner auf den Unterricht mehr konzentrieren konnte. Man holte uns dann endlich zur Begrüßung und wir sahen ihn zum ersten Mal live, in wahrer Gestalt. Er war kleiner als mein 4-jähriger Bruder, aber er war so aufgeweckt, und obwohl er all seine Kräfte auf die Gehilfen konzentrierte, erschien er uns unbekümmert und erwartungsfroh und ging auf uns, seine „großen“ Freunde, zu.
Frau Köllmann, Frau Kschentz und Frau Ziegner führten ihn durch unsere Schule. Seine Freude war schier grenzenlos, obwohl es bestimmt unheimlich für ihn war: ein fremdes Land, viele tausend Eindrücke, wir, seine Paten, zu sehen, wie sie leben und lernen und alles fremde Menschen.
Später fuhren Siddhartha und dessen Vater, Frau Vomhof, Frau Köllmann, Frau Wojahn, Frau Kschentz, Frau Ziegner, Johannes und ich zum Cospudner See. Er hatte noch nie in seinem Leben einen See gesehen und so war er natürlich zunächst ein wenig ängstlich beim Einsteigen ins Tretboot. Für ihn war es aufregend auf dem Wasser zu fahren, aber schon nach der ersten Runde, war seine Angst vergessen, fasste ins Wasser und bewegte sich auf dem Boot. Leider mussten wir wieder an Land. Siddhartha genoss es und wollte eigentlich weiter raus auf den See. Doch die Zeit lief uns davon und das Beste sollte ja noch kommen.
Wir fuhren mit ihm Fahrradrikscha. Siddhartha war vorn im Korb und Johannes und ich fuhren immer wieder eine andere Strecke. Mal links, dann rechts in einem Kreis herum, über Pflastersteine, dann auf der Promenade. Er fand es einfach herrlich. Als er dann auch noch die Fahrradklingel entdeckte, war kein Halten mehr. Er musste sie immer wieder betätigen. Auch als wir ihm erklärten, wozu sie dient, hat er einfach munter weiter darauf los geklingelt. Oder als Siddhartha das Lenkrad in der Hand hatte, versuchte er nach rechts zu lenken. Ohne dass er es bemerkte, halfen wir ihm heimlich beim Steuern. Er war so stolz darauf, lachte herzlich und war glücklich.
Stolz war er aber auch auf seine vielen Freunde in Deutschland. Als nun der Abschied immer näher kam, überkam uns alle eine Traurigkeit. Er konnte schon unsere Namen aussprechen. Ich glaube, dass er jedem in seiner Heimat Nepal von uns und seinen Erlebnissen erzählt hat.
Für mich persönlich war es ein tolles Erlebnis und ich bin stolz darauf, ihm zu helfen. Mit unseren Spenden wollen wir weiter dafür sorgen, dass er medizinisch betreut wird und seinen Wissensdurst in der Schule stillen kann, um weiter so unbekümmert wie nur möglich aufzuwachsen.
Friedemann Bohnau, Kl.8a

1 Comments:
das hast du aber toll geschrieben xD
;)
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