Patenschaften: Mahesh

Mahesh ist ein inzwischen 11-jähriger Junge aus der nähe des Nepal Medical College. Seine Mutter arbeit als Putzfrau für das Krankenhaus und kam mit ihrem zweiten Kind, einem zerebralparetischen Mädchen zur physiotherapeutischen Behandlung.
Das behinderte Mädchen, Monica, ist 2 Jahre älter als Mahesh. Ihre Behandlungen, die letztlich ohne Erfolg blieben, stürzten die Familie in den finanziellen Ruin. Resignation und Frustration folgten. Der Vater fing an zu trinken und seine Frau zu misshandeln, hatte wechselnde oder gar keine Arbeit. Maheshs und Monicas Mutter hat nie eine Schulbildung genießen dürfen und hat in vielen Bereichen eine sehr eigenen Vorstellung. Zu Beginn versuchten wir mit allen erdenklich Mitteln Monica zu fördern, sie in einem daycare-center für behinderte Kinder unterzubringen. Ohne Erfolg – ihrer Mutter wurde sehr schnell sämtlicher Aufwand zu viel, Monica wurde in ein dunkles Zimmer eingeschlossen und wartete auf die Rückkehr von Mutter und Vater. Maheshs Aufgabe war es an vielen Tagen seine Schwester zu betreuen. Er war damals
5 Jahre alt. Durch eine Patenschaft ermöglichten wir ihm in die benachbarte Schule zu gehen. Zuerst war die Begeisterung groß, dann begannen die Schwierigkeiten. Er besuchte die Schule unregelmäßig, machte keine Hausaufgaben. Eine Förderung durch Mutter oder Vater fand nicht statt. Er war auf sich alleine gestellt. Nach der intensiven Beobachtung der Situation und dem ständigen Versuch auf die Mutter einzuwirken, veranlassten wir eine Internatsunterbringung und einen Wechsel der Schule.
Mahesh war zu diesem Zeitpunkt ein Kind das sehr wenig sprach, sehr depressiv erschien, nie lachte oder spielte. Die Anfangszeit im Internat und der neuen Schule (East Pole) war auch für ihn schwierig. Einige Monate nach dem Wechsel wurde von maoistischen Rebellen eine Bombe in das Internat geworfen. Viele Kinder wurden verletzt. Mahesh leicht. Das neue zu Hause war wieder zerstört. Trotz allem war es Mahesh der sagte, er möchte wieder zurück zu seiner „Internatsfamilie“.
Bei einem Besuch im September 2004 war da nun ein vollkommen veränderter Mahesh: ein Kind das mit seinen Klassenkameraden umhertollt, ausgelassen lacht und auf andere Mensche zu geht. Seine schulischen Leistungen haben sich deutlich verbessert, auch er gehört zu den besten und motiviertesten Schülern.

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